Biographie
Hallo Freunde, hier könnt Ihr in Etapen meine Biografie mitverfolgen
Schon kurz nach meiner Geburt ( 23.März 1970 ) stand die ganze Familie Viller unter dem Türrahmen des Eltern- Schlafzimmers und lachte und strahlte über alle 4 Backen ( na ja, zusammengezählt wohl eher über alle 16 Backen ) !Denn im Schlafzimmer stand eine Hammond Orgel, an dieser Hammond Orgel sass ein nun etwa 3-4jähriger blonder Junge, dieser hatte Kopfhörer aufgesetzt und drückte wie wild auf den Tasten herum ( hinunter zu den Bass- Pedalen hat es halt, mit den noch etwas kurzen Beinchen, noch nicht gereicht) und sang inbrünstig „ ICH STERBE, ICH STERBE, ICH STERBE…“…
Es war jetzt wohl nicht mehr zu stoppen, die ruhigen Tage bei der Familie Viller waren gezählt!
Spätestens als dann ein Klavier bei uns zu hause stand, konnte ich die Finger nicht mehr von der Musik lassen. Mein Cousin André Portner lernte mir ( nun schon etwa 6jährig) als erster, eine wunderschöne Melodie aus dem Film „ Spiel mir das Lied vom Tod“ ( ich war schon immer ein eher theatralisches Kind! Smile! ) zu spielen.
An dieser Stelle nochmals : Andi, ich danke Dir von Herzen dafür!
Natürlich möchte ich auch meiner Mutter und meinen beiden Schwestern ( Dominique und Pascale ) danken dass Sie mit Nerven wie Drahtseile, so manche Stunde ( nach der Suche des richtigen Tones...) erlitten und toleriert haben.
In meiner Schulzeit ( Brunnmatt- Schulhaus und Munzinger Schulhaus ) fragte ich mich oft weshalb ich all diese Sachen lernen musste, da es für mich klar war, dass man als Rockstar andere Probleme als Rechtschreibung, Geschichte oder Algebra…haben wird.
Ich schlängelte mich als absoluter „ Minimalist „ durch und stiess dabei, erstaunlicherweise, auf viel Verständnis der Lehrer, welche mich zum teil ermutigten meinen Weg zu gehen, den Weg ins Musikbusiness!
Als 11 jähriger bestritt ich dann, an einem Schulfest, mein erstes Konzert ( Playback ) als Elvis Imitator.
In dieser Zeit waren auch meine Fähigkeiten Klavier zu spielen schon etwas herangereift, und ich begann die ersten Lieder zu schreiben und in Mundart zu texten. Die Texte hatten sich zum Teil aber nicht entschieden verändert zu der Zeit als ich noch an der Orgel sass..
" Ausschnitt eines Mundarttextes welcher ich mit ca. 12 Jahren schrieb "...
Strophe1
Dir loset ämau, i verzeuä euch ä Gschicht
sie handlet sich vom nä arme aute Maa
dä het i sim Läbe, no niä
ä Fründ gha
Strophe 2
Er isch truurig dür d`Strasse gloffe
mängisch haut, mängisch haut chli bsoffe
denn dr Aukohol isch si einizig
Fründ gsih, einzig Fründ gsi.
Strophe 3
Eines Abends het är wiedermau chli zviu gsoffe
het er sich, het er sich ono grad entschlosse
Pistole führe gno und er het sich
erschosse
Strophe 4
Verstöht Dir die Morau vo derä
Gschicht de nid
Sie wär doch so eifach zum begrieffe
hät jede Mönsch e Fründ so würd so öpis
nie passiere, nie passiere
Ich gebe zu es ist natürlich sehr " naive "aber so sah ich die Lösung dieser Thematik. Die Musik des Songs habe ich natürlich auf Moll geschrieben, damit er auch das nötige " Gewicht " erhielt. Wie gesagt, ich war tendenziell eher ein theatralisches Kind...Smile, was sich hauptsächlich beim Songs schreiben und komponieren zeigte. Aber im Gegensatz konnte ich so lange und so intensiv lachen bis ich vor lauter lachen Tränen in den Augen hatte und dazu brauchte es je nach Situation nicht sehr viel.
Mit 12 Jahren gründeten ein paar Kumpels und ich die erste Band. Wir spielten Songs von Elvis, Bill Haley, Chuck Berry, Gene Vincent etc. Natürlich stylten wir uns in dieser Zeit auch stets Teddy- Like!
Wir spielten etwa 1 Jahr zusammen und dann kamen aus dem Nichts, auf einmal „Mädels“ ins Spiel und die Interessen, der Bandmitglieder ( ja wirklich mit-GLIEDERN ) schienen sich zu wandeln und die Band löste sich auf…
Mit 15 Jahren stiess ich dann auf eine Band welche sogar schon einen Namen hatte und die Bandmitglieder alle schon bei damals bekannteren Bands gespielt hatten.
Never Mind
Tony Ludwig am Bass
Toni Palmieri an den Tasten
Martin Bomhard an den Drums
Pascale Sciboz an der Guitarre
JM.Viller Gesang
Unser Proberaum war in Bern, im Marzili und wir spielten englisch sprachigen Funk-Rock.
Nach zwei Jahren, zweimal wöchentlich proben ( kein einziges Konzert ) ging es dann ins Studio um ein Demo-Tape aufzunehmen.
Leider war dies auch zugleich die letzte Aktion dieser Band. Wir lösten uns kurz danach auf, da einige der Bandmitglieder Familien gründeten und es da kein Platz mehr für eine Band gab.
Nach diversen versuchen in anderen Bands als Sänger Fuss zu fassen, fuhr ich mit 18 Jahren nach Interlaken zu einer Band welche sich Back-Street nannte. In Ihrem „Musiker gesucht „ Inserat beschrieben Sie Ihren Sound als "Power Rock!".
Gespannt und nervös setzte ich mich ins Auto und fuhr von Ostermundigen nach Interlaken.
In Interlaken angelangt ( Bödeli ", stand ich auf einmal auf dem Militärflughafen und fragte mich wo da wohl ein Proberaum sein könnte?!
Ich sah dann in mitten von allem, ein kleines, sehr kleines Häuschen, woraufhin ich mich entschloss dort nach dem Weg zu fragen. Man empfing mich dort mit einem breiten Oberländer Dialekt: „Du muesch wohl dr Jean-Marc si“.
Nach kurzem beschnuppern ging es dann aber ab ins Häuschen und was mich dort erwartete, könnt Ihr in etwa 2-3 Wochen wieder auf www.viller.com Biographie Teil 2 lesen.
Teil 2
Am Schlagzeug sass Jeff Kneubühler 16`( welcher mir stolz erzählte dass er bereits bei den Tambouren spielte , was mich als Rock` n` Roller natürlich extrem beeindruckte! Smile ( Sorry Jeff...)
An der Gitarre war Beat Blaser 18` ( dieser erzählte mir dass er seit etwa 8 Monaten Gitarre spiele, da Back Street vorher mehrheitlich Musik auf BESENSTIELEN und ABFALLEIMERN machte!!!....)
Am Bass und am Keyboard war Thomas Borter 16` ( bereits in seinem zarten Alter konnte man den Seebär in Ihm sehen, weshalb ihn schon damals alle Pädock " Kapitan Padock" nannten.
Die Jungs waren sichtlich nervöser als ich und dass obwohl Sie zu dritt waren und ich alleine, doch dass machte sie noch doppelt so sympathisch.
Sie entschlossen Sich dann mir etwas vorzuspielen, ich glaube es war der Song " Fantasy ". Den Song haben Sie mir zuvor auf einer Kassette aufgenommen und gesendet. Gesungen wurde dieser noch vom vorherigen Sänger " Kyri ".
Gespannt setzte ich mich und lauschte denn Dingen die mich da überrollten!
Ich hörte wie dieser unscheinbare Beat Blaser in die Saiten griff und fragte mich, ob dies, nach nur 8 Monaten Gitarren spielen überhaupt möglich war! Vielleicht war die Technik damals noch nicht ganz so ausgereift, aber dieses Feeling und diese Läufe die er spielte waren einfach voll der Hammer!
Dann dieser rothaarige Jeff, er trieb die Band richtig an und gab denn Rückhalt, welcher sich ein jeder Musiker wünschte. Simpel aber stright!
Thomas Borter spielte bei diesem Song an den Keyboards und am Bass, je nach Passage. Das witzige daran war, ich wusste nicht ob er besser Keyboard oder Bass spielte, denn er hatte die Musik wohl in die Windeln gelegt bekommen, einfach begnadet...
Ich war einfach begeistert! Diese Jungs! Dieser Song! Diese Freude die Sie hatten als Sie spielten!
Ich wollte nicht mehr länger warten, ich wollte wissen ob Ihnen meine Stimme auch so gut gefällt wie mir Ihre Musik.
Wir spielten den Song und ich sah wie sich, bei allen, die Mundwinkeln begannen nach oben zu biegen und die Gesichter mit Freude erfüllt wurden.
Ich fühlte mich pudelwohl und war richtig glücklich zu solcher Musik singen zu dürfen und ich fühlte die Kraft die von uns ausging als wir spielten.
Wir entschieden uns gemeinsam die Bühnen der Welt zu erobern!
Nach kurzer Suche, fanden wir den passenden Bassist in Christoph Salzmann, welcher auch von Bern war ( ich war natürlich überglücklich nicht mehr alleine auf Interlaken zu fahren und dazu passte Christoph perfekt zur Band.
Also hiess das Erste komplette Line-Up der Band " Back Street ":
Beat Blaser Guitar
Christoph Salzmann Bass
Jeff Kneubühler Drums
Thomas Borter Keyboards
JM.Viller Gesang
Das erste Konzert hatten wir nach etwa 6 Monaten in Thun " Stadttor Fest " womit es nun klar war dass wir nach vorne wollten um so viele Konzerte wie möglich zu spielen und natürlich so viele Produktionen wie möglich zu realisieren.
Erstes offizielles Demo-Tape " Backstreet Cry " davon verkauften wir schon sagenhafte 400-500 Stück und die Veranstalter waren begeistert.
1991 belegten wir den 3ten Platz beim schweizweiten Volksbankrock ( über 450 Band`s )
1992 gewannen wir den Titel " Beste Berner Rockband " ( Platz 2 wurden Ruckus ( heute Shakra )...Smile!
Es folgten viele Konzerte in der Schweiz bis wir unsere Erste CD " Euphoria and Depression " veröffentlichten.
Die CD haben wir mit Giovanni Dolci aufgenommen. Dieser verstand unsere Musik so gut, dass er uns so Produzierte dass nicht einmal wir selber uns erkannten! Alle Progi-Breaks und Elemente waren weg! Da Giovanni sagte " das tönt einwenig nach Bonanza!!!!!" Ja!!! Bonanza!!! Tja, naiv wie wir waren glaubten wir Ihm...Giovanni war und ist ein begnadeter Produzent aber für uns war er absolut der falsche Mann! Ein Poper und kein Rocker! Zum Glück hatten wir aber doch noch einen für uns sehr passenden Mann an Bord nämlich Thomas Schwarz. Er war unser Live Mischer und hat uns sicher in mancher Hinsicht inspiriert und motiviert! Nach etwa einem Jahr Aufnehmen und zweimal abmischen war die CD dann fertig ( wir waren auch fix und fertig und unser Budget von etwa 70`000 Franken war auch erschöpft).
Kaum erschienen ging es auf Tour nach Dänemark! Die Tour habe ich selber organisiert und gebucht!
Wir spielten 7 Konzerte in 10 Tagen und es war einfach geil! Stell Dir vor Du kommst in ein Land in welchem Du noch nie warst und überall siehst Du Deine Plakate Deiner Band an den Wänden! Wow! Ich glaube wir fühlten uns wie die mega Rockstars, obwohl wir in der Regel alle im selben Hotelzimmer schliefen um die Kosten im Griff zu haben...Smile!
Auf Svendborg ( eine kleine Insel in Dänemark ) musste ich dann aber einen kleinen Bremser auf mich nehmen, denn ich hatte an diesem Tag etwa 40Grad Fieber und wir mussten das Konzert nach etwa 6-7Songs abbrechen da ich keinen Laut mehr von mir geben konnten. Ich kämpfte und hoffte, doch es musste so sein! Der Mischer von diesem Club in Svenborg empfahl mir dass ich zu Catherine Sadolin gehen solle, Sie sei seine Gesangslehrerin und mache auch Vocal-Reparing und Vocal Coatching auf der ganzen Welt für berühmte Sänger! Also ging ich am nächsten Tag zu Ihr und hatte Glück dass Sie sich für mich 2 Stunden Zeit nehmen konnte. Wir machte diverse Uebungen und siehe da, nach 2 Stunden mit dieser SUPER Frau, funktionierte meine Stimme wieder und wir konnten ohne weitere Komplikationen die Tournee beenden.
Es war ein super Erlebnis in einem Land zu spielen in welchem man noch nie war, aber überall wurden wir mit Respekt begrüsst und man hatte Freude an unserer Musik und feierte uns als Internationalen Act. !!Wow!!
Hier in der Schweiz heisst es: was arbeitest Du? " Ich bin Musiker "... Ja aber was arbeitest Du?....Tja...Wir sind halt schon einbisschen " Füdli-Schweizer ".
Ich erinnere mich noch genau an eine Szene....dass war so.... Ich war mit unserem Keyboarder Thomy Finger`s ( auch Padock genannt ) nach dem Konzert noch im Ausgang, muss wohl im Autonomen "Christiania " gewesen sein, und wir kamen etwa um 5.00Uhr in unser Hotel zurück und öffneten unsere Hotelzimmertüre! Wir standen beide unter dem Türrahmen und hielten uns vor lachen fest, denn was wir sahen war einfach das Chaos pur! Smile! Stell Dir ein Doppelzimmer vor welches von 5 Rockmusikern bewohnt wurde und nicht von einem Liebespärchen! Die Matratzen lagen kreuz und quer im Zimmer, überall lagen haufenweise Berge von Kleidern, Food und natürlich noch diverse Instrumente und ganz klein und " verkrügelt " lagen da noch irgendwo 3 Musiker herum! Welch ein Bild nach einer heftigen Nacht! Smile!
Wir verkauften auf der Dänemark Tour nahe zu 300 CD`s! Es war einfach geil! Im ganzen verkauften wir etwa 7000 Euphoria and Depression CD`s!
So, ich glaube ich sollte mal weiter schreiben....
Als uns die Schweiz wieder zurück hatte, wurde ich von einem gewissen Pierre Studer angefragt ob ich Lust und Zeit hätte in einer weiteren Band zu singen. Es handle sich um eine Band mit bekannten Musikern und mit grossen Zielen! Er nannte mir keine Namen, gab mir keine Anhaltspunkte, er wusste genau wir er mich ködern konnte! Ich hatte absolut keine Interessen Back Street zu verlassen oder zu vernachlässigen, dafür hatte ich den Sound und alle Musiker viel zu gerne und alles lief einfach zu gut, aber ich wollte mindestens wissen, welche" bekannten Musiker " an mir Interesse haben könnten. Also vereinbarte ich mit dem Manager ( Pierre Studer ) einen Termin um mehr über dieses Projekt zu erfahren. Eine Bedingung des Managers war, dass wir uns nicht in der Matte treffen durften, da sonst schon die halbe Musikszene Gerüchte schmieden würde. Ich fand das einwenig albern aber zugleich machte es mich noch neugieriger was oder wer wohl dahinter stecken könnte und ob dies einfach eine weitere Musiker Geschichte sein wird oder ob mehr dahinter steckt. Wir vereinbarten ein Treffen im Rest. Sterneberg in Bern.
Ich glaube es war an einem Freitag als wir uns dann im Rest. Sternenberg in Bern trafen. Es kam Pierre Studer und seine damalige Freundin Isa und natürlich Rolf Hoffmann. Rolf Hofmann erzählte mir dass er bei Foolhouse gespielt habe und so beachtliche Erfolge feiern durfte. Man erzählte mir dass man vorhabe eine neue Band zu gründen um an diese "GUTEN ZEITEN "anzuknüpfen. Zu dieser Zeit war nur klar dass Röfe ( Rolf Hofmann) die Songs schreiben würde und auch zum teil schon geschrieben hatte und dass Rolf Balsiger ( auch ex.Foolhouse ) am Bass sein werde. Auch hatte man schon ein Uebungslokal in der nähe von Thun. Es war eine Garage welche noch ein wenig umgebaut werden musste, was Röfe dann auch machte. Man suchte sich noch einen Schlagzeuger, welchen man in der Person von Dani Zimmermann ( ex. Satrox ) fand. Als Drummer eine Ikone! Smile! An der 2.Guitarre versuchte man Adi Weiss in die Band zu integrieren, was aber leider nicht so ganz richtig klappte. Röfe Hoffmann war schon immer ein Military Fan und taufte die Band nach der Einheit welche die Bastille zurück eroberten. The Big Red One war geboren!
Das Erste Konzert war in Thun im Schuhcenter beim Bahnhof. Wir spielten mit den legendären " Sweet ". Der Veranstallter des Konzertes stellte ein umwerfendes Buffet für die Musiker mit vielen Früchten, Getränken, Div. Teigwaren mit Saucen und ein mega Dessert Buffet allen Schlemmereien die es so gibt. Unter diesen Schlemmereien hatte es auch eine riesige Schüssel voll Tiramisu! Dani und ich fühlten uns davon magisch angezogen und vernichteten den ganzen Inhalt der Schüssel und wohl verstanden, dass ganze noch vor unserem Auftritt!!!Smile!!! Das Konzert begann und da stand ich nun mit einem von Tiramisu gefüllten Bauch und wusste nicht mehr woher ich die Luft zum singen nehmen sollte!Shit! Dani sass hinter dem Schlagzeug und man sah es Ihm an dass jeder Schlag eine Qual für Ihn war da auch bei Ihm das Tiramisu wahrscheinlich 110Prozent des vorhanden Bauchvolumens in Anspruch nahm...Smile!Also lernten wir auch an diesem Tag etwas, nämlich, egal wie luftig ein Tiramisu auch ist und schmeckt, es entwickelt sich zu Blei im Bauch! Smile! Nach etwa 5-6 Songs ging es dann besser und wir rockten richtig los! Dank diversen Medien, welche unseren Auftritt als riesen Spektal angepriesen haben, war der Club proppen voll! Okay ich gebe es ja zu, natürlich auch weil die Herren Sweet spielten!
Nach ein paar Konzerten gab es aber schon die ersten Auseinandersetzungen! Dani Zimmermann war der Meinung dass man mich auswechseln sollte, nach dem Motto: " die Spitze erreichen wir nur mit einer top Band und top Musikern"...Röfe hörte sich den Vortrag von Dani an und als dann Dani sagte: " Er oder Ich!" sagte Röfe: " tschüss Dani!".
Ich war noch in der Band jedoch in einer Band ohne Schlagzeuger! Hmmm... Also begann die Suche! Man versuchte einige Drummer aus bis man dann mit Ändu Niklaus den geeigneten Drummer gefunden hatte! Auch Adi ( 2.Gitarist ) wurde zwischenzeitlich ersetzt, da er halt mal vergessen hatte dass wir ein Konzert hatten und einfach nicht erschienen ist. Zum Glück war da Mario Capitanio im Puplikum welcher ganz spontan mitspielte und nachher auch noch einige Shows mit uns spielte bis er dann von David Hänggi abgelöst wurde. David hatte kurz darauf die Trennung und Scheidung von seiner Frau und war nicht mehr zuverlässig genug um in der Mannschaft zu bleiben, also wurde auch er ausgewechselt! Endlich fand man in Tony Sieber dann den richtigen Mann an der Gitarre! Tony spielte vorher bei Cry Out und ich kannte Ihn weil ich mit Back Street ab und zu mit Cry Out zusammen Konzerte spielte. Ein begnadeter Musiker und die perfekte Ergänzung zum Gitarrenspiel von Röfe Hoffmann. Jetzt ging es auch bei Big Red One so richtig los! Wir produzierten das erste Album in Leatherhead in der nähe von London. Nebst einem Fotografen ( Reto Camenisch ) nahmen wir noch den Topproduzenten Hans Peter Huber mit nach England. Er produzierte Jahre lang Bands in den USA z.Bsp. W.A.S.P. oder Guns and Roses, Great White, Jeff Scott Soto, Motley Crew und und und....Zurück in der Schweiz ging es jetzt richtig los! Viele Konzerte , Open Airs, Pressetermine.... Es war toll!!! Zusammen mit Back Street und The Big Red One hatte ich im Jahr so bis zu 70-80 Konzerte!!! Gurten Festival, Festhalle Bern, Open Air Huttwil etc.... zusammen mit Gotthard, Ten Years after, Pink Cream 69, Jane, BirthControl, Sweet , Polo Hofer etc etc etc....
1994 produzierten wir wieder im Backyard Studio in Bern unsere 2. CD Russian Roulette und natürlich wurde auch dieses Album wieder in Leatherhead von Hans Peter Huber gemixt. Wer jetzt meint Leatherhead sei so eine richtige Rock n Roll Stadt der ist weit weg von der Realität. Leatherhead ist tiefste Provinz! Häuser aus Steinen gebaut, viel viel viel grün und nichts, nichts ausgenommen von einem Pup und einem tollen Tonstudio! Da kommt mir doch noch eine kleine Geschichte in den Sinn... Als wir zum ersten mal in Leatherhead ankamen waren wir schon zieeemmmlliiich erstaunt in was für ein verschlafenes Dorf es uns verschlagen hatte!! Also gingen wir am ersten Abend wenigstens in das Pub etwas trinken. Wir betraten den Laden und sahen ein sehr schönes wirklich echtes Pub. Ok, es war ziemlich leer...und es war Freitag oder Samstag... Ganz hinten im Pub spielten ein paar Kerle Pool Billiard. Wir bestellten uns natürlich ein echtes Guiness oder so...Ok, ich versuchte 2 Schlücke und bestellte mir dann doch eine Coke ( Eistee Light vom Migros gabs da ja nicht... ). Ach ja, Eistee Light von der Migros war in dieser Zeit mein absolutes Lieblingsgetränk! Ich wurde in dieser Zeit von Freunden, Kollegen und Fans zum Essen eingeladen und bei der Einladung sagten Sie mir dass Sie extra für mich auch Eistee Light von der Migros gekauft haben. Weshalb dass die Leute wussten?? Hmm... Es könnte sein dass mich die 2-3 Beutel Eistee auf der Bühne an jedem Konzert verraten haben... Oder vielleicht der Manager welcher mir kurz vor dem Konzert die Beutel auf die Bühne stellte... Und nein, ich hatte leider nie einen Sponsoringvertrag mit der Migros...Was eigentlich schade ist....Ha ha ha... Hoppla....bin etwas vom Thema abgekommen.
Das zweite Album "Russian Roulette " sprang in die CH Charts und erreichte den Platz 8., Es folgten viele weitere Konzerte und live Übertragungen (DRS live uf dr Gass...) in der ganzen Schweiz. Auch wurden wir immer öfters angefragt für Radio und Zeitungsinterviews. Es erschienen viele Berichte über Big Red One. Die Medien handelten uns als die klare Nr.2 (in der Schweiz) nach Gotthard (was das auch immer heissen sollte....).
Hier ein kleines Muster wie es ab und zu an den Wochenenden von mir zu und her gegangen ist.
Freitag: Am Abend spiele ich ein Konzert mit Back Street in Grenchen an einem Metalfestival.
Samstag: kurz nach dem Mittag Ankunft im Münster in Bern, um als Solist mit einem Gospelchor (West Side Singers) an einer Hochzeit zu singen. 15.00Uhr Soundcheck mit The Big Red One in der Festhalle Bern wo wir am Abend zusammen mit Status Quo die mit 8500 Personen gefüllte Halle zum kochen bringen!! Nach dem Konzert so um ca. 21.00Uhr sofort umziehen schauen wie die Band eine tolle After Show Party feiert und mich verabschieden. Jetzt keine Zeit verlieren...ein paar Autogramme, während dem verlassen der Halle, geben und ab in das Auto. Schlüssel drehen, nicht denken und einfach los fahren denn um spätestens 23.00Uhr spielen wir mit Back Street in einem Club in Leukerbad. Langeweile kam eigentlich nie auf und das hat sich zum Glück bis heute durchgezogen. Ich hasste es als Kind wenn es mir " langweilig " war, ich wurde unausstehlich! Deshalb bin ich froh kenne ich dieses Gefühl schon lange nicht mehr!! He he he...
Fortsetzung folgt...
Bis dann und keep on rockin`
Jean-Marc